Montag, 6. Februar 2006, 20.00 UhrElisa Klapheck:
Jüdische Herausforderungen hier und jetzt.
Eine Rabbinerin stellt sich der GegenwartOrt:
Katholische Akademie,
Wintererstr. 1in Zusammenarbeit mit der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit
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Das ThemaElisa Klapheck steht für einen Neuaufbruch einer jungen Generation im deutschen Judentum. Sie ist überzeugt: Judesein heute kann sich nicht in erster Linie im Blick auf die Shoah definieren, auch nicht aus der Abgrenzung gegenüber Antisemitismus oder aus der Parteinahme für den Staat Israel. Sie kommt nicht aus einem religiösen Milieu. Aber ihr eigener Weg führt sie zu einem religiösen und spirituell begründeten Standpunkt. Wofür sie heute als Rabbinerin steht, das ist ein Judentum, das die spirituelle Verbindung mit Gott als Grundlage hat und sich den geistigen und sozialen Herausforderungen der Zeit stellt. Es geht ihr um eine Spiritualität, die voller Bedeutung ist, ja sogar ein Lebensvergnügen, und eine Praxis, die Welt zum Besseren beeinflussen will. Eine Spiritualität mit religionspolitischen Konsequenzen, die die Themen der Zeit aufgreift - die Auseinandersetzung mit anderen Religionen ebenso wie Fragen der Ökologie oder des Feminismus - und so die eigene Tradition neu belebt.
Die ReferentinElisa Klapheck, geb. 1962, studierte Politische Wissenschaft, Jura und Judaistik, arbeitete mehrere Jahre als Journalistin und Redakteurin für Zeitungen, Radio und Fernsehsender. Im Januar 2004 wurde sie zur Rabbinerin ordiniert.
Das Buch
Elisa Klapheck:
So bin ich Rabbinerin geworden.
Jüdische Herausforderungen hier und jetzt9, 90 €