Montag, 19. Juli 2010,
20.00 Uhr
Dr. Margot Käßmann (Hannover):
In der Mitte des Lebens.
Balance finden - zu Neuem aufbrechen
Ort:
Ev. Ludwigskirche,
Starkenstr. 8
79104 Freiburg
__
Das Thema
Nicht selten ist es eine Zeit der Krise. Auf jeden Fall aber eine Zeit der Bilanz. In der Mitte des Lebens stellen sich beide Fragen: Was habe ich geschafft? Und: Was habe ich noch vor? - Margot Käßmann fragt auf ganz persönliche, authentische und immer spirituell tiefe Weise: Was kann die lebendige Mitte eines Lebens sein? Das die Endlichkeit vor Augen hat, aber auch neue positive Möglichkeiten? Sie spricht so lebendig wie jede wahre Geschichte und hilft auch anderen, den eigenen Standort klarer zu sehen. Ganz konkret geht sie Themen des Lebens nach, die viele andere auch berühren: Familie (Kinder?, Kinder!, und die alten Eltern...), Schönheit, Krankheit, Freundschaft, Männer, Frauen, Machbarkeit, Einsamkeit, Körper, Lust, Verzicht, Scheitern, Neuanfänge, Leistungsdruck, die eigenen Erwartungen und die der anderen, Entscheidungen treffen, Loslassen, Verantwortung tragen ... In der Mitte des Lebens geht es ums Ganze.
Die Referentin
Margot Käßmann, Dr. theol., Dr. h. c., geb. 1958, bis 2010 Bischöfin der größten evangelischen Landeskirche in Hannover, 2009/2010 Vorsitzende des Rates der EKD. Davor war sie Gemeindepfarrerin, Studienleiterin der Ev. Akademie Hofgeismar und Generalsekretärin des Deutschen Evangelischen Kirchentages. Zahlreiche Publikationen. Margot Käßmann ist Mutter von vier Kindern.
Das Buch
Verlag Herder
Aufl./Jahr: 5. Aufl. 2010
Format: 12,5 x 20,5 cm, 160 Seiten, Gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-451-30201-5
€[D] 16,95
Dienstag, 12. Oktober 2004Bischöfin Margot Käßmann:
Werte weitergeben.
Erziehung und SpiritualitätOrt: Evangelische Ludwigskirche, Starkenstr. 8
__
Das ThemaKlagen über den Verlust der Werte sind nichts Abtraktes. Sie gehen uns konkret an - als Gesellschaft, als Erziehende. Von Elternkatastrophe" vom "Erziehungsnotstand" ist die Rede. Stichworte wie der 11. September oder Erfurt sind Signale. Nachdenken über Konsequenzen tut not. Die familiäre und bildungspolitische Situation hierzulande ist nicht zu Unrecht in der Diskussion Eltern, Erziehende, Lehrerinnen und Lehrer müssen sich selber fragen: Welche Perspektive auf die Welt geben wir den Kindern? Welche Werte geben wir weiter? Und die jungen Menschen stellen herausfordernde Fragen nach glaubwürdigem persönlichen und politischen Handeln. Nur wer eine eigene Überzeugung hat, kann eine glaubwürdige Haltung vertreten. Nur wer stark ist, kann Schwächen aushalten, und nur wer sich offen mit den eigenen Fragen und Zweifeln und denen der Kinder auseinandersetzt, kann mit den Kindern auch selbst wachsen.
Wissen und ökonomischer Erfolg sind wichtig. Damit Erziehung gelingt, braucht es anderes, und mehr: Orientierung, Verantwortungsbewusstsein, die Fähigkeit zur Auseinandersetzung, kurz: Glaubwürdigkeit. Es braucht Werte und einen Grund, in dem sie wurzeln.
Die ReferentinDie Hannoveraner Bischöfin Dr. Margot Käßmann - Mutter von vier Kindern - setzt sich auf der Grundlage eigener Erfahrungen mit diesen Fragen auseinander. In ihrem erfolgreichen Buch "Erziehen als Herausforderung" schreibt sie keine Rezepte vor: aber sie gibt klare Orientierung - und Impulse, die spürbar nicht einem pädagogischen Handbuch, sondern der eigenen Erfahrung und der gelebten Überzeugung entstammen.
Das Buch:
Margot Käßmann:
Erziehen als Herausforderung
ISBN 3-451-05197-4, 192 Seiten (September 2004)